Babygebärden-Tagebuch Teil 1, Monate 8-10

Nachdem ich bereits über Babygebärden und mein Treffen mit Wiebke Gericke von babySignal geschrieben habe, möchte ich an dieser Stelle ein Tagebuch beginnen, in dem ich Euch meine Beobachtungen schildere. Wir haben begonnen, mit Babygebärden zu kommunizieren, als der Babyjunge 8 Monate alt war, daher beginnt das Tagebuch hier…

8 Monate alt

Nachdem ich das Buch“babySignal – Mit den Händen sprechen: Spielerisch kommunizieren mit den Kleinsten“* von Wiebke Gericke gekauft, und darin die Gebärden für „hallo“ und „tschüss“ entdeckt habe, achte ich vermehrt darauf, sie einzusetzen. Ich denke, so versteht die kleine Häwelmaus auch besser, wenn einer von uns weg geht und später wieder kommt. Etwa 2 Wochen später hält der Babyjunge zur Begrüßung seine Hand hoch.

Auch die Gebärde für „warte“ setzen wir gerne ein: Wenn wir ihn in seinen Hochstuhl setzen, wird er sofort ungeduldig und schimpft lautstark herum, bis er endlich etwas zu Essen bekommt. Erstaunlicher Weise reagiert er sofort beim ersten Versuch der Gebärde mit kurzzeitig mehr Gelassenheit. Auch beim Stillen klappt es manchmal, dass er, so empfinde ich es zumindest, einen kurzen Moment länger abwarten kann, wenn ich ihm signalisiere, dass es gleich so weit ist.BLW

9 Monate alt

Wenn der Babyjunge beim Stillen im großen Bett einschläft, und später wieder aufwacht, kann ich ihn nicht einfach herausheben, weil ich stehend nicht an ihn heran komme. Ich muss erst zu ihm ins Bett klettern. Daher habe ich es mit der Gebärde „komm hoch“ versucht. Direkt nach dem Aufwachen ist er aber bisher nicht in der Lage, damit etwas anzufangen. Ich werde es in anderen Situationen probieren.

Die Tiergebärden (wie „Hund„) in Wiebkes Buch habe ich auf Klebeetiketten abgepaust. Einige, die nicht im Buch waren, habe ich mir von der App „Spread Signs“ abgeguckt. Ich habe sie dann in ein Babybilderbuch geklebt. So erinnere ich mich immer, wenn wir das Buch angucken, wie die Gebärde aussieht und kann sie ihm vormachen. Auch für den Papa oder die Oma ist es schön, so ein paar Gebärden parat zu haben.Babygebärden Bilderbuch

10 Monate

Ich verwende vermehrt die Gebärde „nochmal„, die mir Wiebke Gericke genauer zeigt; Ich soll nicht so einen großen Bogen mit der Hand drehen, sondern die Bewegung eher klein und dezent halten. Ich habe das Gefühl, dass der Babyjunge den Zusammenhang der Gebärde und dem Wort mit der Aktion des Wiederholens langsam begreift. Wenn ich ihn auf dem Arm habe und mich so schnell im Kreis drehe, dass er vor Begeisterung quietscht, zeige ich die Gebärde, frage „nochmal?“ und drehe mich wieder. Wiebke sagte neulich, mit zunehmendem Alter kann man den zeitlichen Abstand zwischen der Frage und der wiederholten Handlung vergrößern, so dass die Kinder die Möglichkeit haben, (mit einer Gebärde) zu antworten.Flieger

Die Gebärde für „heiß“ verwende ich ebenfalls aktuell häufig. Das Baby greift gern mal nach meinem Tee oder Kaffee, oder will zum Ofen, wenn ich ihn einschalte und das Licht angeht. Auch an Heizungen hangelt er sich entlang, manchmal werden diese ja auch recht warm. Ich lasse ihn an nicht ganz so heißen Sachen wie dem Tee kurz fühlen, sage das Wort und mache die Geste. Ich glaube, er hat bereits den Zusammenhang begriffen. Unfassbar, wie schnell das inzwischen geht.Kuchen im Ofen

Auch der große Sohn findet es toll, mitzumachen. Besonders die Gebärde für „Bruder“ liebt er natürlich. Allerdings setzt er die Gebärden nach Lust und Laune ein und nicht, wenn es wirklich um den entsprechenden Begriff geht, so dass ich fürchte, dass er den Babyjungen manchmal eher verwirrt. Aber auch er soll ja Spaß haben und kann den Einsatz der Gebärden noch lernen. Zudem erfindet er manchmal eigene Gebärden, was ich richtig toll finde. Bisher hat er aber keine davon ein zweites Mal benutzt.

Spannend ist auch, dass der Babyjunge dem großen Bruder gegenüber meist viel aufmerksamer ist, als uns gegenüber, so dass ich mir vorstellen kann, dass er viele Gebärden eher vom Bruder lernen wird. Heute hat der große Sohn beispielsweise mit dem schnurlosen Festnetztelefon so getan, als würde er telefonieren und hat „hallo, hallo?“ gesagt. Der Babyjunge hat sich daraufhin die Fernbedienung geschnappt und seinen großen Bruder mitsamt „hallo“-ähnlichen Lauten nachgeahmt.Brüder

Als zusätzliche Erinnerung an bestimmte Gebärden habe ich an einige Stellen in der Wohnung Zettel angebracht, auf denen ich Gebärden und Erläuterungen aus dem Buch “babySignal“* abgepaust habe. So weiß auch die Oma wenn sie zu Besuch kommt gleich, wie die Gebärden für „Wickeln, alle-alle, Zähne putzen“ und dergleichen gehen.Zähne putzen

Das sind unsere bisherigen Erfahrungen mit Babygebärden. Weitere Tagebuchteile folgen nach und nach. Abonniert doch einfach meinen Blog und folgt mir auf Facebook und Instagram, dann verpasst Ihr keine neuen Artikel!

Habt Ihr auch Erfahrungen mit Babygebärden gemacht? Dann schreibt mir doch! Ich freue mich auf Eure Kommentare.

 

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