Meine Lieblingsbücher

Nachdem ich Euch schon eine Liste meiner Lieblingsseiten erstellt habe, kommen hier nun noch meine Lieblingsbücher und Bücher, die ich gerade lese und darüber berichten möchte.

Baby-led weaning

Bei unserem großen Sohn haben wir Brei gefüttert, was uns allen nicht so viel Spaß gemacht hat. Sicher, es gibt Babys, die mit Begeisterung Brei essen. Bei meinem Großen musste ich lustige Gesichter machen, damit er den Mund öffnet und ich ihm einen Löffel Brei hinein schieben konnte. Er konnte nicht entscheiden, was er isst und wieviel, konnte sein Essen nicht befühlen und ansehen, unterschiedliche Texturen, Farben und Formen kennen lernen, da ich alles gedünstet und dann püriert hatte. Erst Möhrenbrei, dann Möhren-Kartoffelbrei, dann dasselbe mit Fleisch. Alles nach Schema X. Mich hat das sehr gestresst, gerade da er sich nicht an die Vorgaben im Buch hielt. Ja, ich war vielleicht damals etwas naiv, was das betrifft.

Baby-led weaningWährend der Schwangerschaft mit dem Babyjungen erfuhr ich vom Baby-led weaning, der Baby-geleiteten Entwöhnung von der Muttermilch. Dabei achtet man auf bestimmte Signale des Babys und erkennt daran, ob es beikostreif ist. Wichtig ist beispielsweise, dass das Baby mit etwas Unterstützung auf dem Schoß von Mama oder Papa sitzen kann, damit es sich nicht ernsthaft verschluckt! Dann kann das Baby am Familientisch mitessen. Es bekommt beinahe alles, was die Großen auch essen, nur sollte es beispielsweise salzarm sein. Es ist so schön, den kleinen Sohn dabei zu sehen, wie er genüsslich an einem gedünsteten Pflaumenviertel lutscht und dabei das gesamte Fruchtfleisch ohne Zähne herausschabt um hinterher die Schale der Pflaume übrig zu lassen. Bereits jetzt ist er wesentlich experimentierfreudiger als der bald fünfjährige Sohn, was die verschiedenen Geschmäcker betrifft!
Toll ist auch, dass wir alle gemeinsam essen können. Niemand muss sich darum kümmern, dem Baby seinen Brei zu geben, und nebenbei versuchen, selbst etwas zu essen.

Im Grundlagenbuch findet Ihr eben das; die Grundlagen. Hier ist sehr detailliert beschrieben, auf welche Signale man achten sollte und warum genau BLW (also baby-led weaning) eigentlich der natürlichere Weg ist. Wer sich dann nicht sicher genug fühlt, einfach drauf los zu kochen, kann sich mit dem Breifrei-Kochbuch Anregungen holen.

Hier seht Ihr beide Bücher. Wenn Ihr auf die Grafiken klickt, gelangt Ihr direkt zu Amazon und könnt Euch dort weitere Infos holen und die Bücher kaufen.

    

„Erziehungs-„Ratgeber

Besonders das erste Jahr ist aufregend, aufreibend, stressig, emotional, tränen- und freudenreich. Regelmäßig hat das Baby Phasen, in denen es von früh bis spät nur maulig ist und viel weint. Bei meinem großen Sohn fand ich das sehr anstrengend, zumal ich nicht wusste, warum er dauernd weint. „Es ist doch alles in Ordnung!“ dachte ich, und trug ihn verzweifelt umher. Dann bekamen wir „Oje, ich wachse!“ geschenkt, was wie eine Erlösung für mich war. In dem Buch werden die verschiedenen Phasen im ersten Lebensjahr beschrieben, die bei jedem Baby annähernd im gleichen Zeitraum, ab errechnetem nicht tatsächlichem Geburtstermin, stattfinden. Sie beschreiben, was das Baby Neues wahrnimmt, dass ihn diese neue Art der Wahrnehmung kolossal verunsichert und jedesmal seine Sicht auf die Welt verändert. Dadurch braucht es besonders viel Nähe und Sicherheit durch die Eltern. Wenn es die jeweilige Phase überwunden hat, kann es mehr, was man auch immer anhand einer Liste im Buch abhaken kann. Dadurch wurde ich noch mehr für die Bedürfnisse und sich stetig verändernden Fähigkeiten meines Babys sensibilisiert. Inzwischen gibt es das Buch sogar als App!

Auch im Buch „Babyjahre“ geht es um die Entwicklung des Babys auf verschiedenen Ebenen (Beziehungsverhalten, Motorik, Schlafverhalten, Schreiverhalten etc.) Remo H. Largo geht dabei immer wieder auf evolutionsbiologische Ansätze ein. Am Ende eines jeden Kapitels steht noch einmal das Wichtigste zusammen gefasst. Hier ein besonders wichtiges Zitat aus dem Buch:

„Säuglinge, die vermehrt herumgetragen werden, schreien in den ersten drei Lebensmonaten weniger als diejenigen, die einen Großteil der Zeit allein in ihrem Bettchen verbringen“

Remo H. Largo: Babyjahre. Mai 2001. Seite 164.

Den Begriff „Attachment Parenting“ kannte ich noch nicht, als mein großer Sohn ein Baby war. Irgendwann habe ich herausgefunden, dass es genau das ist, was wir tun. In manchen Situationen sind wir jedoch unsicher oder handeln so, wie wir es als Kinder kennen gelernt haben, wie man es eben damals machte. Hierfür, für sonstige neue Anregungen und für ein Kennenlernen des AP (Attachment Parenting) bietet sich Juuls Buch „Dein kompetentes Kind“ an. Er erklärt, warum vorige Generationen ihre Art der Erziehung praktizierten, dass sie das beste für uns wollten, und warum und wie wir es heute machen (wollen). Hierbei ist er frei von Vorwürfen, was besonders angenehm ist, wenn man gerade einen Tag hinter sich hat, an dem man sein Kind angeschnauzt hat und sich nun schuldbewusst fragt, ob man das denn nicht hätte besser lösen können.

Hier seht Ihr die drei Bücher. Wenn Ihr auf die Grafiken klickt, gelangt Ihr direkt zu Amazon und könnt Euch dort weitere Infos holen und die Bücher kaufen.

      

Weitere Bücher (mit Amazon-Link direkt hinter der Grafik), die ich empfehle sind die Folgenden. Die Rezension folgt später, wenn ich wieder etwas Zeit habe…

   

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